Bei E-Roller-Fahrern ist sie gerade DAS heiße Thema: die THG-Quote. Was bei ihr am Ende rauskommt, versteht man schnell: bis zu 350 € auf Deinem Konto. Wie man zu dem Geld kommt, wird im Folgenden näher erläutert. Wenn Ihr also einen E-Roller vor der Tür stehen habt oder über eine Anschaffung nachdenkt: Holt Euch die THG-Prämie!

 

 

1.) Was bedeutet 'THG-Quote'?

 

Der Begriff 'THG-Quote' steht für Treibhausgasminderungsquote. Diese Quote legt fest, wieviel Treibhausgase die Industrie emittieren darf. Einfach gesagt: Jedes Unternehmen bekommt ein Kontingent an Verschmutzungsrechten und darf dieses nicht ohne Weiteres überschreiten.

 


 

2.) Warum wird mit diesen Rechten gehandelt?

 

Unterschreitet ein Unternehmen sein Konigent an Verschmutzungsrechten, so darf es die nicht genutzten Rechte verkaufen. Zum Beispiel an Unternehmen, die mehr Verschmutzungsrechte brauchen, als ihnen zugewiesen wurde.

 

 

3.) Wer bezahlt die THG-Prämie?

 

Die 'Schmutzigen' müssen die nicht genutzten Rechte der 'Sauberen' kaufen - sie zahlen also die Rechnung in diesem Kreislauf. Wer sauber ist profitiert!

 


 

4.) Was hat das mit Elektrofahrzeugen zu tun?

 

Wer ein Elektrofahrzeug sein Eigen nennt, kann sich damit am Handel der Verschmutzungsrechte beteiligen - denn der Gesetzgeber billigt Elektroautos sowie Elektrozweirädern mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 45 km/h die Möglichkeit, von der THG-Prämie zu profitieren. Aber auch langsamere 45 km/h-Fahrzeuge können profitieren (Frage 7). 

 



5.) Bekomme ich die THG-Prämie nur einmalig?

Die tolle Nachricht lautet: die THG-Prämie erhält man nicht nur einmalig, sondern wird jedes Jahr erneut ausgezahlt! So kommt Jahr für Jahr Geld aufs Konto und die Anschaffung Deines E-Rollers macht sich immer wieder aufs Neue bezahlt - der E-Roller wird so zum Geldverdiener!

 


 

6.) Wird die Summe jedes Jahr gleich bleiben?

 

Diese Frage stellen sich viele Fachleute und die Antwort lautet: vermutlich nicht. Denn alle Preise verändern sich, und so wird es auch dem Preis für Verschmutzungsrechte ergehen. Viele Experten gehen von Erhöhungen der THG-Prämie mit den Jahren aus - aber das ist nichts anderes als reine Spekulation.

 



7.) Wieso profitieren jetzt auch Kleinkraftrad-Elektroroller?

Eigentlich bekommen Elektro-Zweiräder nur die THG-Prämie, wenn das Fahrzeug eine Zulassung - also ein 'großes' Kennzeichen - hat. Es gibt aber eine Hintertür für clevere Besitzer von E-Kleinkrafträdern: Wer sein Fahrzeug freiwillig zulässt und mit einem sogenannten 'großen Kennzeichen' unterwegs ist, kann bis zu 350 € THG-Prämie kassieren! ACHTUNG: NUR NOCH BIS JANUAR 2023 MÖGLICH!

 


 

8.) Was brauche ich für die freiwillige Zulassung?

 

Beim Besuch der Zulassungstelle brauchst Du einen Personalausweis, eine EVB-Nummer von der Versicherung, eine gültige Betriebserlaubnis und in manchen Fällen auch ein Gutachten. Am besten sprichst Du vorher mit deiner zuständigen Zulassungsbehörde und klärst für Deinen Einzelfall, was genau gefordert wird. Kaufst Du Deinen E-Roller bei uns, kannst Du ihn gerne auch über uns zulassen. Was wir dafür benötigen und welche Gebühren anfallen erfährst Du >> hier.
 



9.) Was kostet mich die freiwillige Zulassung, wenn ich das Fahrzeug selbst zulasse?

Einmalig muss die Zulassungsgebühr gezahlt werden, das sind ca. 50 € bis 60 €. Ebenfalls kommt einmalig die Anschaffung des großen Nummernschildes hinzu, rechne am besten mit ca. 20 € dafür. Zusammen kostet die freiwillige Zulassung also ca. 70 € bis 80 €. Auch hier solltest Du Dich vorher genau informieren, was Deine Zulassungsstelle aufruft.

 


10.) Was kostet die Versicherung?

Die Versicherungskosten belaufen sich zwischen 30 € bis 70 €. Häufig trifft der höhere Betrag auf das erste Versicherungsjahr zu, bereits im 2. Jahr sinken viele Tarife deutlich. Den Tarif Deiner Versicherung solltest Du im Rahmen der Beschaffung der EVB-Nummer erfragen und Dir auch schriftlich bestätigen lassen. Viele Versicherungen kennen die Möglichkeit der freiwilligen Zulassung nicht, also ggf. musst Du mit mehreren Versicherungen sprechen, um das beste Angebot für Dich herauszuholen.

 


11.) Muss ich dann KFZ-Steuer zahlen?

Das kann man schnell beantworten: nein. Ein Kleinkraftrad ist in Deutschland nicht Kfz-steuerpflichtig und das ändert sich auch nicht durch die freiwillige Zulassung und das große Nummernschild.

 


12.) Muss mein Roller dann alle 2 Jahre zum TÜV?

Auch hier kann man klipp und klar sagen: nein, Dein Roller muss nicht zum TÜV. Wir empfehlen trotzdem einen jährlichen Check, denn ganz ohne technische Durchsicht und Prüfung der Funktionen solltest Du auf Dauer nicht unterwegs sein. Wie immer gilt: Safety first!


 

 

13.) Wie kommt die THG-Prämie auf mein Konto?

 

Der Weg zur begehrten THG-Prämie führt über einen Vermittler. Er kauft Dein Verschmutzungsrecht auf und überweist Dir deshalb auch die THG-Prämie. Natürlich wollen die Vermittler damit auch Geld verdienen und bieten Dir deshalb unterschiedliche Deals an. Ein aktueller Preisvergleich lohnt sich also auf jeden Fall!

 


14.) Wie finde ich den besten Vermittler?

ADAC, Sixt, EnBW oder E.ON – es gibt viele namenhafte Vermittler, die Dich als THG-Kunden gewinnen wollen. Aber in dem Bereich sind auch viele innovative Start-Ups unterwegs. Mittlerweile gibt es über 50 Vermittler in Deutschland - es lohnt sich für Dich also die Recherche und der tagesaktuelle Preisvergleich im Internet!

 


15.) Was muss ich noch wissen?

Die freiwillige Zulassung ist eine gesetzliche Hintertür. Bevor Du das machst, musst Du Dir im Klaren darüber sein, dass das alles mit dem Risiko verbunden ist, dass eines Tages die Hintertür geschlossen wird und Du vielleicht keine THG-Prämie oder eine deutlich niedrigere bekommst. Derzeit spart man mit einem kleinen Roller genausoviel Geld wie mit einem großen Elektroauto… das muss nicht zwangweise für immer so bleiben.

 

Da Du aber schon im ersten Jahr trotz der einmaligen Start-Kosten (Zulassung, Kennzeichen, etc.) einen Gewinn erzielst, hält sich Dein Risiko natürlich in Grenzen. Um unnötige Probleme zu vermeiden, solltest Du aber auf jeden Fall vor der freiwilligen Zulassung mit Deiner Versicherung und Deiner Zulassungsstelle vor Ort sprechen.

 

Also: Lass Deinen E-Roller Geld verdienen! Rein rechnerisch kann Dir die zahlende Mineralölindustrie in 10 Jahren den Anschaffungspreis komplett bezahlt haben!

 

Besser geht´s doch nicht!